Die Fahnenkompanie im Wandel der Zeit

 

Die Fahnenkompanie der „St. Sebastianus" Schützenbruderschaft Willich kann  auf  125 Jahre Bestehen zurückblicken. Ihre ereignisreiche Geschichte ist eng mit der Geschichte der Bruderschaft und der Gründung des ASV´s verknüpft.

Die Gründung

In Willich gab es neben der St. Sebastianus Schützen-Bruderschaft, noch zwei weitere ansässige Vereine, die Ökonomen-Junggesellen-Schützengesellschaft und der Bürger-Junggesellen-Schützenverein, die noch bis 1885 ihr eigenes Schützenfest feierten. Da die Austragung eines Schützenfestes schon damals viel Geld kostete und das Interesse der Bevölkerung immer weiter abnahm, entschlossen sie sich ein gemeinsames Schützenfest zu feiern. Mit diesem Zusammenschluss, der Gründung des ASV, fällt auch 1886 die Geburtsstunde der Fahnenkompanie der Bruderschaft. Neben den Fahnenabordnungen (Fahnenträger und zwei Adjutanten) stellte die Bruderschaft bei den Schützenfesten auch den Fahnenhauptmann mit zwei Adjutanten (erkennbar am Silber, dass noch heute vom jeweiligen 1. Fahnenträger getragen wird). Die „Uniform" bestand damals aus einem dunklen Gehrock mit Zylinder (Bild 1)

Im Jahre 1927 wurde für die Bruderschaft eine neue Fahne geweiht, so dass die Fahnenkompanie nun zu den Schützenfesten drei Traditionsfahnen mitführen konnte. Dem Zeitgeist getreu wurde die „Uniform" angepasst. Neben dem Zylinder wurden nun weiße Hosen und schwarze Anzugsjacken getragen (Bild 2).

Die nationalsozialistische Zeit ging nicht spurlos an der "St. Sebastianus" Bruderschaft und somit der Fahnenkompanie vorüber. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 nahm der Druck auf religiöse Vereine immer weiter zu. Gegen die Gleichschaltung konnte aber auch die Bruderschaft nichts unternehmen, und somit wurde vor Beginn des 2. Weltkrieges die Bruderschaft von den Nazis verboten. Dazu beschloss man in der Generalversammlung 1939 die Bruderschaft aufzulösen.

Die Neugründung

Elf Jahre später, 1950, versammelte sich eine stattliche Anzahl alter und zwischenzeitlich neu eingetretener Mitglieder in der Gaststätte Bonten (heute "Op de Eck"), um über die Wiederbelebung der Bruderschaft zu beraten. Auf dieser ersten, offiziell einberufenen Versammlung nach dem 2. Weltkrieg wurde einstimmig beschlossen die Bruderschaft, und somit auch die Fahnenkompanie, in alter Tradition wieder aufleben zu lassen. Als erster Fahnenmajor wurde Peter Hennen ernannt. Der Zeit entsprechend wurde die Fahnenkompanie mit grünen Schützentrachten ausgestattet. Dem Zylinder folgte der Zweispitz mit Federbusch. Weiterhin entschied man, dass die Fahnenkompanie bei kirchlichen Prozessionen, beim Volkstrauertag und zu Schützenfest auftreten. Schnell wuchsen die Kontakte der Fahnenkompanie zu anderen Bruderschaften im Stadtgebiet und darüber hinaus. Das ist bis heute noch der Fall. Die Fahnenkompanie nimmt auf Einladung an allen Schützenfesten in der Stadt Willich teil.

 

Für jeden Interessierten ist die Fahnenkompanie stets offen, damit auch in Zukunft die Tradition weitergeführt werden kann. Ansprechpartner sind der Fahnenmajor Marcus Fadi 02154 / 41759.

 



Bild 1: Die Fahnenabordnung der Bruderschaften beim 25. ASV-Schützenfest 1910. Die ersten beiden Fahnen links im Bild gehören der „St. Sebastianus“ Schützen-Bruderschaft.
Bild 2: Beim ASV-Schützenfest 1938 trägt die Fahnenkompanie drei Fahnen in ihren Reihen. Deutlich zu erkennen ist das Fahnenhauptmannsilber (links im Bild).
Bild 3: Fahnenkompanie beim 67. ASV-Schützenfest, dem zweiten Schützenfest nach dem 2.Weltkrieg, mit Fahnenmajor Peter Hennen links im Bild. Die Mitglieder der Fahnenkompanie zeigten sich mit neuer Schützentracht. Der Federbusch löste den Zylinder ab.
Fahnenkompanie 2011

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